Chronische Verstopfung - kein Tabuthema

21.09.2016

Wenn eine Verstopfung akut auftritt und Schmerzen bereitet oder wenn Sie über mehrere Wochen anhält, sollte unbedingt ein/e Arzt/Ärztin aufgesucht werden.

Chronische Verstopfungen können durch eine strukturelle Veränderung oder durch Koordinationsstörungen im Bereich des Beckenbodens auftreten.

Zur Behandlung werden als erstes konservative Therapien wie Stuhlregulierung, Beckenbodentraining, Biofeedbacktherapie und Toilettentraining angewendet. Sollten diese nicht erfolgreich sein oder treten Folgeerkrankungen wie eine Darmwandausstülpung Richtung Scheide (anteriore Rektozele) oder aus dem After (Rektumprolaps) oder das Abdrücken vom Mastdarm durch Dick- und Dünndarm (Sigmoidozele und Enterozele) auf, kommen meist minimal-invasive Operationen zum Einsatz. Sollte als Ursache ein „träger Darm“ mit Nachweis einer Störung des Nervensystems des Darms sein, kann die Sakrale Neuromodulation (SNM) wirksam sein.

Zur Person

Dr. med. Daniela Zeller

Fachärztin für Chirurgie, Mitglied FMH
speziell Allgemeinchirurgie und Traumatologie