Gelenkersatz beim jungen Menschen

06.09.2017

Was gibt es für alternative Behandlungsoptionen?

Schulter: Auch diese hängen ab von der Grunderkrankung, aber grundsätzlich kommen in Frage: Verändertes Verhalten (z. B. Sportart ändern), die Einnahme von Schmerzmitteln und die wichtigste Behandlungsmethode, die Physiotherapie.

Infiltrationen können ebenfalls verabreicht werden wie zum Beispiel:

  • Kortison-Infiltrationen
  • Hyaluronsäure (eine Art Gelenkschmiere)
  • Plättchen angereichertes Blutplasma (PRP) (Soll die Selbstheilung fördern)
  • Gelenkspiegelung (sehr selten): Débridement  (Ausspülen und Reinigen aller Entzündungs-Gewebe)
  • Ersatzknorpel-Induktion durch Mikrofrakturierung (in Ausgewählten Fällen)

Hüfte: Abhängig vom Zustand des Hüftgelenkes sind verschiedene operative Massnahmen in Betracht zu ziehen. Dies kann ein Eingriff im Bereich der Hüftpfanne oder des Oberschenkels sein. Bei einer beginnenden Hüftarthrose sind eventuell arthroskopisch durchzuführende Eingriffe möglich.

Knie: Wichtig ist das Ausschöpfen der konservativen Therapie (lokale entzündungshemmende Massnahmen, Bandage, Physiotherapie, Injektionen). Hervorzuheben ist hier die Kräftigung der Muskulatur, die das Kniegelenk gut stabilisiert. Operativ lohnt sich bei starker Entzündung des Kniegelenks und noch nicht zu weit fortgeschrittener Arthrose eine Kniegelenksarthroskopie (Ausspülen, Entfernung von freien Gelenkskörpern, Débridement) durchzuführen

Zu den Personen

Dr. med. Gregor Szöllösy

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Chirurgie, Mitglied FMH
Klinische Notfallmedizin SGNOR

Dr. med. Alex Heinz Mäder

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Mitglied FMH

Dr. med. Stefan Kern

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Mitglied FMH