Handchirurgie

In der Handchirurgie behandeln Ärzte Störungen der Hand. Akute oder chronische Erkrankungen sind die Ursachen. Bei Unfällen wird in 30% der Fälle die Hand verletzt. Diese Verletzungen mit ihren Spätfolgen versorgt ebenfalls der Handchirurg.

Bewegungsapparat

Krankheitsbilder und Patientengruppen


Die häufigste Operation in der Handchirurgie ist die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms. Die Nerven werden freigelegt und entlastet. So lassen sich einschlafende Finger, Kraftverlust und schmerzhafte Ausstrahlungen im Arm beheben.

Schmerzen in den Händen schränken die Bewegungen im Alltag ein. Ursachen sind Arthrosen, Ganglien und Zysten, Sehnenscheidenentzündungen oder anderen Erkrankungen. Oft sind ältere Menschen betroffen. Junge Patienten leiden aber ebenfalls unter dem Funktionsverlust der Hände, meist durch Verletzungen oder Fehlbelastungen.

In der Schwangerschaft können Druckschädigungen der Nerven auftreten. Kinder kommen meist wegen angeborenen Störungen der Hände in die Handchirurgie.

Behandlungsmöglichkeiten und Eingriffe


Ein Handchirurg braucht ein breites Fachwissen und kennt den Bewegungsapparat des Menschen genau. Da die Nerven, Sehnen und Gelenke der Hand sehr fein sind, ist Präzision und Geschick wichtig. Der Handchirurg operiert mithilfe einer Lupenbrille oder eines Mikroskops.

Der Patient profitiert von vielen Eingriffen. Der Arzt kann Gelenksprothesen für beschädigte Gelenke implantieren. Er versorgt Schnittverletzungen oder richtet Knochenbrüche in den Fingern, dem Handgelenk, der Mittelhand oder den Unterarmknochen.

Therapieverlauf und Genesung


Nicht jede Erkrankung der Hand benötigt eine Operation. Oftmals helfen bereits Ergotherapie an der Hand oder andere Massnahmen.

Verschiedene medizinischen Fachrichtungen arbeiten eng zusammen. Der Handchirurg bespricht den Therapieplan mit Rheumatologen, Neurologen, Orthopäden oder Traumachirurgen. Er zieht bei Bedarf auch Schmerzspezialisten und Internisten hinzu. Ziel jeder Behandlung ist es, die Hand ohne Schmerzen zu bewegen. Der Patient gewinnt das Gefühl, die Kraft und die Geschmeidigkeit in den Fingern zurück.

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Beim Karpaltunnelsyndrom drücken Strukturen im Handgelenk auf den Mittelhandnerv. Der Patient verspürt ein Kribbeln, Gefühlsstörungen oder einen Kraftverlust in den Händen. In der Nacht wacht er mit Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen auf. Das Karpaltunnelsyndrom ist die häufigste Operation in der Handchirurgie.

Wie läuft ein Besuch in der Handchirurgie ab?

Am Anfang stehen das Gespräch und die körperliche Untersuchung im Vordergrund. Die Darstellung der Hand mit bildgebenden Verfahren wie Röntgen, MRT oder einer Computertomographie ist oftmals nötig. Die Befunde legt der Arzt in der Sprechstunde dar und legt die weiteren Massnahmen fest.

Muss in der Handchirurgie immer operiert werden?

Nicht jede Erkrankung der Hand benötigt eine Operation. Oftmals helfen bereits Ergotherapie, eine Schiene oder Medikamente.

Welche Risiken gibt es bei einer Operation an der Hand?

Die Ärzte in der Handchirurgie sind Experten in ihrem Gebiet. Wie bei jeder Operation kann aber eine Infektion, eine Blutung oder eine schlechte Heilung der Wunde auftreten.